Tae Kwon Do

Höflichkeit. Integrität. Durchhaltevermögen. Selbstdisziplin. Unbezwinglicher Geist.
- General Choi Hong-hi

Was ist Tae Kwon Do?

Taekwondo bedeutet wörtlich übersetzt: Weg des Fußes und der Hand.

Tae Kwon Do ist ein System der waffenlosen Selbstverteidigung, welches in Korea entstanden ist. Tae Kwon Do ist eine Kampfkunst, deren System von variationsreichen Techniken mit allen Teilen der Hände, Arme, Beine und Füße erlernt wird.

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Meistergrade

Kojanim 1. - 3. Dan
Sabum 4. Dan
Sabomnim ab 5. Dan Großmeister

Tritte

Vorwärtskick Ap Chagi
Schubkick Mireo Chagi
Kurzer Spannkick Baldung Chagi
Gedrehter Spannkick Dollyo Chagi
Seitlicher Kick Yop Chagi
Fußschwung nach oben Ap Ollyo Chagi
Fußschwung nach unten Ap Neryo Chagi
Außenristkick Pakkat Neryo Chagi
Innenristkick An Neryo Chagi
Pferdekick Dwit Chagi
Rückwärtsgedrehter Spannkick Pandae Dollyo Chagi
Außenkick Bituro Chagi
Seitlicher Schnappkick Huryo Dollyo Chagi
Zielkick Pyojok Chagi
Hakenkick Kolchyo Chagi
Kniestoß Murup Chagi
Gesprungener Vorwärtskick Tymien Ap Chagi
Gesprungener seitlicher Kick Tymien Yop Chagi
Gesprungener kurzer Spannkick Tymien Baldung Chagi
Gesprungener Doppelkick Dubaldangsang Chagi
Kombinationskicks Yonsok Chagi

Hier gibt es mehr zu Tritten.

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Erläuterung

Achtung! Flagge, ich grüße Dich. Ich zeige meinen Respekt vor dem Land und der Tradition und danke, dass ich die Möglichkeit habe, diese Kampfkunst zu erlernen.

Achtung! Meister, ich grüße Dich und habe Respekt vor Dir und danke Dir auch, dass Du mir/uns die Möglichkeit gibst, diese Kampfkunst zu erlernen.

Der Gruß

Chario Achtungsstellung Füße zusammen, aufrecht stehen, Fäuste geschlossen
Kugidiyo die Flagge
Kyung yet grüßen zur Flagge drehen und schauen, die rechte Hand auf die linke Brustseite legen
Paro zurück zur Ausgangsstellung
Munyung gedenken sich vor der Flagge verbeugen
Paro zurück zur Ausgangsstellung
Chario Achtungsstellung zum Meister
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Bedeutung des Bo Taeryon

Die Entstehung des Taekwondo-Anzugs (koreanisch Tobok) reicht ca. 38 Jahre zurück, also zu der Zeit der Entstehung des Taekwondo in Deutschland. Der Tobok ist immer weiß, dies soll erstens die Einheit der Schüler untereinander visualisieren. Zweitens soll die Farbe Weiß die Reinheit und den Frieden ausdrücken. Folglich ist die Farbe Weiß auch eng verknüpft mit der Philosophie des Taekwondo.

Taekwondo-Ausübende halten sich immer im Passiven. Gut erkennen kann man dies auch an der Kampfstellung, wenn der Kämpfer einen Schritt zurücktritt. Grundsätzlich sollten Taekwondo-Ausübende ihr Können nicht in den Angriff setzen, es sei denn, eine andere, schwächere Person ist in Gefahr. Taekwondo sollte nur als Verteidigung im alltäglichen Leben dienen. Diese Philosophie sollte unter allen Umständen von jedem Taekwondo-Sportler eingehalten werden und wird auch seit Generationen an die Jüngeren weitergegeben.

General Choi Hong Hi, 9. Dan, sagte dazu: "Der Endzweck des Taekwondo richtet sich darauf, den Kampf auszurotten. Das soll dadurch geschehen, dass die Unterdrückung des Schwächeren durch den Stärkeren eingeschränkt wird mit Hilfe einer Kraft, die auf Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Glauben basiert und somit dazu beiträgt, eine bessere und friedlichere Welt zu schaffen." Diese passive Haltung macht sich ebenfalls gut im Einschrittkampf (koreanisch Il-bo-taeryon) bemerkbar. Als allererstes wird hierbei nur die Verteidigung auf ein und denselben Angriff trainiert. Dies stellt eigentlich nur eine Art Vorform zu der allgemeinen Selbstverteidigung dar. Dem Schüler wird meist selbst überlassen, wie er zu diesem Angriff (bei Il-bo-taeryon immer Fauststoß mit rechts) kontert, um so seine Präzision, Kraft, Schnelligkeit und auch seine Reaktionsfähigkeit zu testen und zu trainieren. Meistens sind die Abwehrmethoden einfache, aneinandergereihte Grundtechniken, die zusammen mit dem Kampfschrei, dem Kihap, und der letzten Technik abgeschlossen werden. Der Einschrittkampf ist eine Zwischenstufe zwischen Grundtechniken und Kampf.

Bezeichnungen

WTF koreanisch DTU koreanisch deutsch
il bo taeryon il bo taeryon Ein-Schritt-Kampf
i bo taeryon i bo taeryon Zwei-Schritt-Kampf
sam bo taeryon sam bo taeryon Drei-Schritt-Kampf
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Die Geschichte des Tae Kwon Do

Um die Entstehung der koreanischen Kampfkunst Taekwondo zu verstehen, muss man sich auch mit der Geschichte Koreas befassen. Als das Chosonreich, der älteste koreanische Staat, 108 v. Chr. von den Chinesen erobert wurde, beeinflusste die chinesische Kultur Korea. So übernahmen die Koreaner Teile ihrer Schrift und Kunst. Dann verlor das Chosonreich allmählich an chinesischem Einfluss, und so entstanden im 3. und 4. Jhd. n. Chr. weiter südlich die Königreiche Koguryo, Paek Je, Silla und Kaya. Koguryo war das größte Königreich. Es beherrschte im 5. Jhd. den größten Teil der Halbinsel und der Mandschurei.

Mitte des 6. Jhd. wurde Kaya von Silla erobert. Da Silla, welches mehr Wert auf den Aufbau dauerhafter sozialer und politischer Institutionen legte, und Paek Je, welches starke Beziehungen zu China und Japan führte und so einen hohen Zivilisationsstandard erreichte, sich vor der Bedrohung Koguryos, das für seine militärischen Eroberungen bekannt war, fürchteten, wurde von König Chin-Hung das Hwarang-Do gegründet. Das Hwarang-Do war eine Vereinigung, in der talentierte Jugendliche aufgenommen und in verschiedenen Künsten, Wissenschaften und der Selbstverteidigung unterrichtet wurden. Das war der erste Schritt zur Entstehung des Taekwondo. Diese Gruppe unterstützte nicht nur die militärische Sicherheit des Landes, sondern beschützte auch als Leibwache das Leben des Königs / Kaisers.

Im Jahre 668 besiegte Silla Koguryo und Paek Je und gründete so den ersten koreanischen Staat. Die Kunst der Selbstverteidigung, genannt Soo Bak Gi und Taekyon, wurde im ganzen Land verbreitet und zur nationalen Kriegskunst erklärt.

Im 9. Jhd. begann der Niedergang von Sillas Monarchie, und die alten Reiche lebten wieder auf. Nun gelang es Koryo, das damalige Koguryo, das Land unter seiner Führung zu vereinigen. Das war der Beginn der Koryo-Dynastie, in der Soo Bak Gi und Taekyon weiter gepflegt, perfektioniert und verbreitet wurden. Doch das Glück des Friedens währte nicht lange, als die Mongolen in Korea einfielen. Dieser Krieg endete 1259 mit der Eroberung Koryos. Es gelang Koryo 1392, die Mongolen zu vertreiben. Aber das Reich war wirtschaftlich und politisch so angeschlagen, dass es sich 1392 auflöste.

Danach folgte die Choson-Yi-Dynastie. Dies ist eine der längsten Herrschaftsperioden einer einzigen Dynastie, in der 1446 das koreanische Alphabet entwickelt wurde und fast 200 Jahre lang Frieden herrschte. Nun wurden die Kriegskünste der Öffentlichkeit auch zugänglich gemacht. Allerdings begann 1592 die Invasion des Landes durch die Japaner. Sie wollten Korea als Durchgangsweg zur Eroberung Chinas nutzen. 1598 gelang es Korea mit Hilfe der chinesischen Ming-Dynastie, die Japaner zu vertreiben. Das Land hatte sich noch nicht wieder richtig erholt, als die Mandschu in Korea einfielen. Doch auch diesmal wurde das Land erfolgreich verteidigt. Nach dieser Zeit des Krieges versuchten die Politiker mit Hilfe Chinas, das Land zu modernisieren. Als aber Japans Siege über China 1895 und über Russland 1905 zu einer formellen Annexion Koreas durch Japan führten, begann 1910 die Kontrolle Koreas durch Japan. Japan kontrollierte nun die koreanische Außenpolitik, Polizei und Militär, Währung und Bankwesen, Kommunikationswesen und natürlich auch die Kriegskünste, deren Ausübung in dieser Zeit verboten wurde. Die auf Assimilation ausgerichteten Bemühungen Japans führten auch zu einem Verbot der koreanischen Sprache und koreanischer Familiennamen. All diese Maßnahmen wurden erst mit der japanischen Niederlage im 2. Weltkrieg beendet.

Die Vereinigten Staaten und die damalige UdSSR beschlossen nun, Korea entlang des 38. Breitengrades zu teilen. Im Norden übernahm die UdSSR die Führung, im Süden die Vereinigten Staaten. Man dachte schon an eine Wiedervereinigung Koreas, doch der Kalte Krieg ließ die amerikanisch-sowjetischen Konferenzen scheitern. 1947 begannen beide Mächte, Regierungen aufzubauen. Dies führte 1948 zur Gründung der Republik Korea im Süden und zur Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea im Norden.

Während dieser Zeit wurde im Süden wieder die Ausübung von Soo Bak Gi und Taekyon gestattet. Nun fand eine Neuordnung durch General Choi Hong Hi statt, mit der Aufgabe, das Taekyon und Soo Bak Gi neu zu ordnen und eine umfassende äußere Organisation durchzuführen. In diesem Rahmen änderte er auch mit Hilfe eines Komitees, dem bedeutende Persönlichkeiten Koreas angehörten, den Namen des Taekyon und Soo Bak Gi in Taekwondo um. Doch dann, am 25. Juni 1950, überschritten nordkoreanische Truppen die Grenze und griffen Südkorea an. Damit begann der Koreakrieg.

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Die Flagge ...

Flagge Südkoreas

Die Flagge Südkoreas (Taegukgi, Hangul 태극기) ist ein Symbol des Gedankenguts, der Philosophie und der Mystik des fernen Ostens. Auf dem weißen Fahnentuch, ein Symbol des Friedens, ist ein Kreis abgebildet, der durch eine waagrechte S-Linie geteilt wird. Diese dadurch entstandenen beiden Felder - oben rot, unten blau - sind ein altes Symbol des Universums (Yin und Yang) und drücken den Dualismus im Kosmos aus (z.B. dunkel und hell, weiblich und männlich), welche zusammengenommen das Ganze ergeben.

... und ihre Bedeutung

Aufbau der südkoreanischen Flagge

von Wikipedia

Die Balken in den Ecken stammen aus der Pakwa-Schrift und symbolisieren neben den 4 Himmelsrichtungen:

  • Oben links: ☰ Kraft: geon (건; 乾) auf Koreanisch = Himmel (天); Frühling (春), Osten (東), Tugend (仁)
  • Unten links: ☲ Glanz: ri (리; 離) = Feuer (火), Sonne und Yang; Herbst (秋), Süden (南), Höflichkeit (禮)
  • Oben rechts: ☵ Schlucht: gam (감; 坎) = Wasser (水), Mond und Yin; Winter (冬), Norden (北), Wissen und Weisheit (智)
  • Unten rechts: ☷ Feld: gon (곤; 坤) = Erde (地); Sommer (夏), Westen (西), Gerechtigkeit (義)

Das rot-blaue Ying und Yang Zeichen und die 4 Trigramme waren schon während des König- und Kaiserreiches Koreas das Nationalemblem des Landes. Die königlichen bzw. kaiserlichen Farben waren Rot und Gold (vgl. traditionelle Farben), und das damalige Wappenzeichen war die Pflaumenblüte (Symbol für Schönheit). Das Wappentier war der Drache mit 4 Zehen (vgl.: der chinesische Drache hat 5 Zehen).

Im Tae Kwon Do benutzt man die 4 Trigramme bei den Taeguk-Poomse, wobei man sich auf den Grundlinien dieser Symbole bewegt (Taeguk Il Chang bis Taeguk Pal Chang).

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Schülergradformen

KICHO IL alte Bezeichnung IL KIBON
KICHO I alte Bezeichnung I KIBON
KICHO SAM alte Bezeichnung SAM KIBON
KICHO SA alte Bezeichnung SA KIBON
KICHO O alte Bezeichnung O KIBON
TAEGUK IL CHANG Symbol für Himmel und Licht
TAEGUK I CHANG Symbol für Frohsinn und Fröhlichkeit
TAEGUK SAM CHANG Symbol für Feuer
TAEGUK SA CHANG Symbol für Donner und Blitz
TAEGUK O CHANG Symbol für Wind
TAEGUK YUK CHANG Symbol für Wasser
TAEGUK CHIL CHANG Symbol für Berg
TAEGUK PAL CHANG Symbol für Erde

Meistergradformen

KORYO Name einer alten Dynastie
KUMGANG Symbol eines Berges und Diamanten
TAEBAEK Sage über die Gründung Koreas auf dem Berg Taebaek
PYONGWON der weite Lebensraum des menschlichen Seins ist die fruchtbare Ebene
SIPJING das Diagramm gleicht dem chinesischen Zeichen für 10 und symbolisiert Entwicklung und Wachstum
JITAE symbolisiert die Erde vom Beginn und Ende des Lebens
HANSU symbolisiert das Wasser als Ursprung des Lebens
ILYO Zustand der geistigen Bildung, in dem Körper und Geist sich im Einklang befinden
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