Das Aufwärmen
Schon mal versucht im 5ten Gang anzufahren? Wer Leistung erbringen möchte, kommt um das Aufwärmen nicht herum. Als vorbereitende Maßnahme wird der Körper langsam Belastungsbereit gemacht: der Kreislauf kommt in Schwung, das Herz kommt auf Touren, die Durchblutung wird verstärkt, die Muskeln werden warm. Anders als beim Dehnen sinkt durch das Aufwärmen das Verletzungsrisiko nachweislich.
Man sollte es aber nicht übertreiben. Als Richtwert gilt, dass man beim Aufwärmen etwa die Hälfte der Maximalbelastung verwenden sollte. Wer nach dem Aufwärmen außer Puste ist, hat es übertrieben.
Wie lange man sich aufwärmen sollte kann nicht pauschal gesagt werden. Es hängt davon ab, wer und wofür man sich aufwärmt. Generell kann man sagen, dass mit dem Alter auch die nötige Aufwärmzeit steigt: ein Kind braucht sich so gut wie gar nicht aufzuwärmen, während man sich als Vater schon mehr Zeit nehmen sollte. Wenn man sich für Vollkontakt warm macht, wird man sich auch anders Aufwärmen als für eine Trainingseinheit in Selbstverteidigung; hier wärmt man sich unter Umständen gar nicht auf, um realitätsnaher zu Trainieren.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass man zwischen geistigem und körperlichem Aufwärmen unterscheidet. Unter geistigem Aufwärmen versteht man die psychische Vorbereitung, zum Beispiel auf einen Wettkampf, durch Konzentration und innere Einstellung. Dies zu trainieren ist aber nicht einfach und ist, ehrlich gesagt, auch nur für Hochleistungssportler und Olympiateilnehmer von Bedeutung.