Tiere
Eine umfangreiche Reform führte der Shaolin-Mönch Jue Yuan im 14. Jahrhundert durch. Ab diesem Zeitpunkt umfasste das System 72 Übungen, zu denen Schläge (Da), Tritte (Ti), Würfe (Shuai), Griffe (Qinna) und Methoden zur Stimulation von Vitalpunkten (Dianxue) gehörten. Die Übungen sind unter verschiedenen Namen bekannt, z. B. Di-sha-shou („Teufelshand“) oder Zuo-ku-shu („Kunst der schmerzhaften Zwingen“). Er arbeitete außerdem Bodhidharmas Kampfkunsttugenden zu den „10 Regeln des Shaolin Quanfa“ aus, die die Grundlage heutiger Dojukuns sind. Um das System weiter zu perfektionieren, reiste Jua Yuan durch das Land, auf der Suche nach Kampfkunst-Experten. Zusammen mit seinem Arzt konnte er Bai Yu Feng zu einer gemeinsamen Arbeit bewegen, die schließlich zu den fünf Tierstilen führte. Diese Übungen wurden oft den Bewegungen von Tieren nachempfunden, weil man hoffte, so Instinkte und Fähigkeiten der imitierten Tierarten erwerben zu können. Insgesamt 170 Aktionen verteilten sich auf folgende Bewegungstypen:
- Der Tiger hat Kraft, er steht für die Kräftigung von Knochen und Gelenken.
- Die Schlange als Symbol bildet die Atmung aus und fördert die Vitalkraft des Menschen, das Chi.
- Der Kranich wird gleichbedeutend mit Flexibilität gesehen und steht für die Ausbildung der Sehnen.
- Dem Leoparden wird Schnelligkeit zugesagt, symbolisch stehen seine Bewegungen für die Stärkung der Muskeln
- Der Drache symbolisiert geistige Stärke, er steht für das Konzentrationsvermögen und die Ausbildung der Sehkraft.
Darüber hinaus gibt es noch 3 weitere Tierformen
- Die Gottesanbeterin, auch Tang Lang genannt
- den Adler, welcher als Wappensymbol des Tien Shan Pai dient
- den Affen, welcher sich durch konfuse, unberechenbare Bewegungen auszeichnet
Kung Fu Panda
Im Rahmen der Aktionstage zum Kinofilm Kung Fu Panda 2 wurden die einzelnen Tiere intensiv trainiert und erklärt.

