Die Entstehung der Gürtelfarben

Um sich gegen Korruption, Verbrechen und Ausbeutung wehren zu können wandte sich das Volk an die Mönche der nahegelegenen Klöster. Nach vielen erfolglosen Anfragen gaben die Mönche nach und unterrichteten die Menschen in der Kampfkunst.
Im alten China, und auch noch heute, gibt es nur drei verschiedene Stufen, die wie folgt lauten:
- Schüler
ist im Lernstadium und lernt vom Meister - Meister
ist im Lernstadium und lernt vom Großmeister und seinen Schülern - Großmeister
ist im Lernstadium und lernt von seinen Schülern
In Japan und Korea hingegen, wo sich andere, verwandte Kampfsportarten entwickelten, wollten Bewohner und Trainierenden sehen können, welche Stufe man erreicht hatte. Somit führten sie die Gürtelfarben ein. Der weiße Gürtel besagte: "Ich bin Anfänger und daher ist mein Wissen rein". Der schwarze Gürtel bedeutete: "Mein Wissen und mein Können sind groß".
Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an; achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten. - chinesisches Sprichwort
Da das Volk sehr wenig bzw. kein Geld hatte mußten die Leute sparen. Sie benutzen ihre Gürtel lange Zeit und färbten sie mit Pflanzen ein. Daher mußte die nächste Farbe immer dunkler sein, als die vorhergehende. So entstanden die Farben gelb, orange, grün, blau und braun. Eine weitere Unterscheidung gab es dann noch bei den Schwarzgurtträgern, die goldene Balken oder Schriftzeichen auf ihren Gürteln hatten. Diese sagten aus, den wievielten Schwarzgurt sie hatten. Ab dem 5. Meistergrad war man ein Großmeister.
Heutzutage werden bei einigen Stilen andere Farben mit eingeführt, um Zwischenprüfungen durchzuführen. Damit soll die Angst für den Prüfling genommen bzw. die Prüfungen verkürzt und vereinfacht werden.
Verschiedene Kung Fu Stile haben dieses System übernommen, weil Neulinge immer danach fragten und auch wissen wollten, welche Position sie in der Schule besitzen. In einigen Stilen bzw. Schulen sind es Gürtel und in anderen sind es Scherpen. Dies obliegt dem Trainer und der Schule. Alles hat seine Berechtigung, man muss nur danach fragen.