Tien Shan Pai Kung Fu

Der Tien Shan Pai Stil ist eine traditionelle, anfangs äußere Kampfkust. Das heißt, dass die anfänglichen Formen sehr körperlich betont sind, also viel Wert auf Kraft und Ausdauer gelegt wird, um später dann immer weicher und geschmeidiger zu werden, was sich schlußendlich in der Betrunkenenform manifestiert (der Ausschnitt bezieht sich übrigens auf die Acht Unsterblichen). Das Ziel ist, dem Ying und Yang Prinzip folgend, sowohl Kraft und Härte als auch Geschmeidigkeit und Weichheit zu vereinen. Daher bietet es sich an, wenn man aus seinem Kung Fu Training mehr als eine Freizeitbeschäftigung machen möchte, neben dem Kung Fu auch Tai Chi zu lernen.

Der Gründungslegende nach stammt der Tien Shan Pai Stil aus dem gleichnamigen Tien Shan Gebirge im Nordwesten Chinas. Damit ist Tien Shan Pai ein nördlicher Stil. Wesentliche Merkmale, im Vergleich zu südlichen Stilen, sind:

  • nördlich: weite Bewegungen, schnelle Läufe, auch Sprünge und hohe Tritte.
  • südlich: kurze, explosive Bewegungen, wenige Lauf- und Sprungbewegungen.

Die Entwicklung dieser Unterschiede ist darauf zurückzuführen, dass die Chinesen im Norden statistisch größer sind als die Südchinesen, außerdem meist größere freie Flächen zur Verfügung haben.

Die folgende Liste soll einen kleinen Einblick in das Tien Shan Pai Training am Chinese Kuoshu Institute vermitteln: