Hebel- und Haltetechniken

Hebel sind Nahkampftechniken und werden verwendet, um den Gegner zu Boden zu bringen und / oder zu kontrollieren. Sie haben einen festen Platz in allen Selbstvertieidungssystem, insbesondere aber im Aikido, Judo und Ju-Jutsu.

Medizinisch gesehen beruht ihre Wirkung darauf, dass unsere Gelenke nicht in alle Richtungen beliebig belastbar sind. Das Überstrecken von Gelenken in die 'richtige' Richtung ruft starke Schmerzen hervor. Ihren Namen haben die Hebel vom physikalischen Hebelgesetz.

Typische Ziele von Hebel sind die Schulter, der Ellenbogen und das Handgelenk. Seltener wird das Knie oder das Fußgelenk angegriffen, da der Gegner dazu vorher zu Boden gebracht werden muss. Es existieren noch andere Hebel, wie etwa für den Hals, dieser werden aber aufgrund ihrer Gefährlichkeit nicht praktiziert.

Um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten empfiehlt es sich, sich vor dem Hebeltraining gründlich aufzuwärmen und die Gelenke zu dehnen. Beim Training selber sollte man sich mit seinem Partner absprechen.

Einen Hebel gezielt einzusetzen kann sich als schwierig erweisen, da er so schnell ausgeführt werden muss, dass der Gegner keine Zeit hat Gegenmaßnahmen einzuleiten. Auch muss der Gegner vorher in eine entsprechende Position gebracht werden, damit er sich nicht aus dem Hebel herrausdrehen kann. Daher empfiehlt es sich, den Gegner vorher abzulenken, etwa durch einen Schockschlag oder durch die Benutzung eines Atemipunktes.