Der Bruchtest
Der Bruchtest ist eine beliebte Methode, insbesondere im Tae Kwon Do, um Können zu prüfen und zu zeigen. Der klassische Bruchtest wird mit einem oder mehreren Holzscheiten durchgeführt, wobei Anzahl und Dicke der Scheite dem Ausführenden angepasst sein sollten. Dabei ist es wichtig, dass die Halter das Brett fest und immer am selben Punkt halten, damit sich der Vorführende nur auf die Technik konzentrieren muss.
Wichtig ist immer, dass der Vorführende sehr konzentriert ist und all seine Kraft und Schnelligkeit in die Technik legt. Für Farbgurte werden in den meisten Schulen Techniken benutzt, in denen die Bewegung gerade nach vorne geht. Bei begabten Schülern werden auch schwierigere Techniken gemacht, welche aber ausreichend trainiert werden sollten.
Die Techniken eines Schwarzgurtes sollten einen wesentlich höheren Anspruch haben, da dieser seinen Stellenwert damit zeigt. Er zeigt z.B., dass er mehrere Bretter gleichzeit zerbricht, einen Reihenbruchtest oder Techniken, welche in der Luft vollzogen werden, um seine Körperkontrolle zu zeigen. Wer diesen Punkt erreicht hat, kann nur durch Schnelligkeit oder durch mehr Bretter seinen Stellenwert noch besser demonstrieren.
Physikalisch gesehen basiert der Bruchtest auf der Massenträgheit; das Material wird mehr 'zerbogen' als 'zerschlagen'. Daher sind für einen erfolgreichen Bruchtest vor allem Kraft, Geschwindigkeit und Präzision wichtig sowie die Entschlossenheit und der Wille, diese zu trainieren.
Neben dem klassischen Bruchtest mit Holz gibt es eine Vielzahl weiterer, spektakulärerer Bruchtests, welche insbesondere seit den Auftritt des Wu Shu Shaolin bekannt geworden sind. Wenn man mal von dem Show-Aspekt absieht mag man sich fragen, was hinter diesen scheinbar übermenschlichen Leistungen steckt.
Bruchtest-Arten
Der klassische Bruchtest
wird meistens für Prüfungen hergenommen, um die Willensstärke zu prüfen. Das Brett wird fest aufgelegt oder durch einen oder zwei Helfer fixiert. Der Ausübende macht dann eine Hand- oder Beintechnik, um das Brett zu zerbrechen.
Beim Geschwindigkeitsbruchtest
wird das Brett nicht von anderen Personen gehalten, sondern man hält es selbst. Der Vorführende macht seine Technik so schnell er sie kann und konzentriert seine Energie auf einen Punkt auf dem Brett. Es ist dabei zu beachten, dass die Kraft durch das Brett gehen muss, damit es bricht.
Mit dem Reihenbruchtest
zeigt der Vorführende, dass er seine Techniken beherrscht und sie in verschiedenster Reihenfolge setzen kann. Nach Beendigung des ersten Bruchtests folgt der nächste ohne Pause. In der Regel werden 3-5 Bretter genommen und mit verschiedensten Hand- und Beintechniken zerbrochen.
Der Bruchtest mit gedrehten Tehniken
zeigt, dass die Konzentration des Vorführenden nicht abgelenkt wird, da man bei der Technik für einen Bruchteil den Gegenstand nicht sieht und trotzdem die Technik ans Ziel bringt.
Der Bruchtest im Sprung
unterscheidet sich dadurch von den meisten Bruchtests, dass der Vorführende nicht fest auf dem Boden steht. Sein Körper befindet sich in der Luft und er hat keinen Gegenhalt, wenn er die Technik ausführt. Der Vorteil ist, dass man sein ganzes Körpergewicht mit in die Technik legen kann. Es ist aber wichtig, dass er nach der Technik auf den Füßen landet.
Die zeitgleichen Bruchtests
sind eine faszinierende Art, denn es werden zum gleichen Zeitpunkt mehrere Bretter zerbrochen (im Gegensatz zum Reihenbruchtest, wo die Bretter nacheinander zerbrochen werden). Hier muss die Konzentration gleichzeitig auf mehrere Stationen gelegt werden. Bei den meisten wird ein Sprung eingebaut und die Energie des Körpers muss geteilt werden, um zum Erfolg zu gelangen.
Der akrobatische Bruchtest
ist wie eine Art Unterschrift des Vorführenden, denn er will sein spezielles Können zeigen. Bei dieser Art Bruchtest werden verschiedene akrobatische Teile wie Drehungen, Räder und Salti eingebaut, um das Können zu beweisen. Meistens werden diese Bruchtests für Vorführungen oder für Bruchtestwettkämpfe choreographiert.
Beim Bruchtest mit Steinen
wird vor allem Kraft demonstriert. Dieser Art wird von Personen gemacht, denen ein Brett zu weich / einfach ist. Benützt werden in der Regel Ziegel, Gasbetonplatten oder Eis. Wichtig ist hier zu bemerken, das die Technik absolut richtig ausgeführt werden muss, da diese Materialien härter sind als der menschliche Knochen. Hier können Verletzungen auftreten. Alle Energie muss im Körper konzentriert und mit der Technik auf den richtigen Punkt gebracht werden.
Der Bruchtest mit Steinen und Schnelligkeit
ist die höchste und schwerste Form, da die Technik so schnell wie möglich ausgeführt und in mitten der Bewegung die volle Energie freigestzt werden muss, damit der Stein zerbricht. Wenn dies nicht passiert, wird der Stein nur bewegt.
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| From Drachenboot-Cup |
Die Technik
Generell ist anzumerken, dass der Ausführende überzeugt sein muss und die Technik merhmals auf eine Pratze geübt haben sollte. Auch sollte er mehrmals Ausführen, damit der Abstand stimmt. Das Zielnehmen sollte jedoch nicht zu oft (gerade bei Vorführungen) und gerade bei Hochgraduierten nicht öfter als 2x erfolgen.
- Kurz nach dem Schlag stoppen
Dies erzeugt einen Peitschen-Effekt; dadurch bleibt die Energie da, wo sie sein soll. - Stabiler Untergrund
Ein federnder Untergrund absorbiert die Schlag-Energie und schützt damit der Bruchmaterial, ganz ähnlich wie die Stoßdämpfer eines Autos die Insassen schützen. - anheben des Bruchmaterials
Wenn möglich, kann man das Bruchmaterial ein wenig anheben, damit es beim Schlag zusätzlich auf den Untergrund knallt. Dadurch erfährt es nicht nur Kraft von oben durch den Schlag sondern auch Kraft von unten durch den Aufprall.
Tipps und Tricks
Die folgende Liste soll keine Leistungen schmälern. Es bedarf sehr viel Training und Entschlossenheit um die nötige Kraft, Geschwindigkeit und Präzision zu entwickeln, die für derartige Bruchtests notwendig sind. Diese Liste soll lediglich etwas Licht in scheinbar unmögliche anmutende Bruchtests bringen und sie etwas entmystifizieren.
- Lebendes Material (Kokosnüsse, Holz, ...) sollte trocken sein
Ist das Material trocken ist der Zusammenhalt der Fasern schwächer; damit ist das Material spröde. - Betonplatten zerschlagen
Es handelt sich hierbei um Porenbeton. - Gusseisen mit dem Schädel zertrümmern
Das Gusseisen wurde vorher abgeschreckt, dadurch ist es spröde. - Lange Holzstange gegen den Körper (Unterleib, Bauch, ...) schlagen
Der Körper wird mit der Mitte des Holzes getroffen. Dadurch schwingt das Holz und biegt sich durch. In diesem Moment wird das Holz schnell zurückgezogen und damit überstreckt; das Holz zerbricht. - dünner Speer gegen die Kehle drücken
Zunächst einmal ist die Spitze natürlich stumpf. Durch den Druck biegt sich der relativ dünne Speer stark durch, und die Kraft geht nicht direkt in die Kehle, da die Angriffsfläche flacher wird. - Schale klebt am Bauch
Die Schale wird durch Unterdruck am Bauch gehalten, welcher dazu möglichst glatt sein sollte. Meistens wird dazu mit Creme nachgeholfen. - Melone im Nacken mit Schwert zerteilen
Hier ist Übung gefragt, um die nötige Präzision zu erlangen. Dennoch befindet sich ein querliegender Nagel in der Frucht als Schutz. - freihängende Bruchtests
Diese Art von Bruchtests sind die Schwierigsten, hier zählen Treffsicherheit, Kraft und Geschwindigkeit, um die Trägheit ausnutzen. - Bruchmaterial, an Papierstreifen hängend, mit Schwert durchhacken
Das Papier wird mehrmals knicken, damit es stabiler ist. Das erzeugt etwas Spielraum, sonst zählt hier vor allem Geschwindigkeit. - Kieselsteine zerschlagen
Kieselsteine sind stabil, aber gebrochene und wieder zusammengewachsene Knochen sind stabiler, also fleißig üben...










