Training

Sage es mir, und ich vergesse es.
Zeige es mir, und ich erinnere mich.
Lass es mich tun, und ich behalte es.
- wahrscheinlich Konfuzius

Tien Shan Pai

Kung Fu (chin. 功夫, gōngfū) ist eine Kampfkunst aus China. Es gibt viele verschiedene Arten des Kung Fu, aus vielen unterschiedlichen Regionen des Landes. Unser Kung Fu, welches wir unterrichten, kommt aus dem Nordwesten Chinas und heißt Tien Shan Pai.

Kung Fu lebt in allem, was wir tun.
Es lebt darin, wie wir eine Jacke anziehen.
Darin, wie wir andere Menschen behandeln.
Alles ist Kung Fu.
- Jacky Chan

Neben den obligatorischen Block-, Tritt-, Hebel- und Wurftechniken beinhaltet das Kung Fu das Erlernen von Einzel- und Partnerformen mit und ohne Waffen. Eine Form ist ein Bewegungsablauf der allein oder mit einem Partner geübt wird. Die einzelnen Bewegungen einer Form symbolisieren die Anwendung verschiedener Techniken. Das reicht von den ersten Bewegungen in denen der Stand des Schülers gefestigt werden soll, bis hin zu hochakrobatischen Tritt- oder Waffentechniken mit einem Partner. Die Formen machen einen großen Teil der Schönheit des Kung Fu aus.

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Gesundheit

Unter Tai Chi Chuan (chin. 太極拳, tàijíquán) versteht man langsame meditative Bewegungen die man am besten früh morgens im Park trainiert. Tai Chi Chuan hilft die Lebensenergie Chi zu kultivieren. Neben den Hand- und Waffenformen üben wir uns auch im "Pushing Hands", einer Partnerübung, bei der trainiert wird, die Kraft des Gegners gegen diesen zu verwenden.

Tai Chi Chuan soll den Weg zur Harmonie weisen, d.h. ein Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Die langsamen Bewegungen sind leicht zu lernen, und es wird der ganzen Körper trainiert.

Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.
- chin. Sprichwort

Zur Geschichte des Tai Chi gibt es viele verschiedene Überlieferungen. Ein alter Mönch des Shaolin Klosters konnte die harten Kampfbewegungen nicht weiter ausüben, da er einige Gebrechen hatte. Er kam zu der Überlegung, dass man auch die Techniken anders trainieren könne, um zum Ziel zu gelangen. Also übte er die Techniken betont, und versuchte durch runde und ausweichende Bewegungen seine ihm fehlende Kraft zu ersetzen, was ihm auch nach jahrelangem Training gelang.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten sich verschiedene Stile, die aber ein und dasselbe Ziel verfolgten: Den Körper zu trainieren und ihn gesund zu halten. Ein weiterer Punkt ist auch das Training zur Selbstverteidigung und die Meditation.

Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.
- Zwischenrufe von Ernst Ferstl

Chi ist die innere Kraft, die Lebensenergie eines Menschen. Es ist die Kraft, die den Körper bei Verletzungen und Krankheiten heilt. Sie befindet sich drei fingerbreit unter dem Nabel (Tan Tien). Diese Kraft kann man aufladen wie eine Batterie und bei Gebrauch abrufen.

Tai Chi Chuan nennt man auch die Kampfkunst, die mit vier Unzen eine Tonne ablenkt.

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Sicherheit

Zwischen Selbstverteidigung und Wettkampf gibt es wesentliche Unterschiede. In einem Wettkampf gibt es Regeln, die vorschreiben, was erlaubt ist und wo getroffen werden darf.

Die beste Verteidigung ist 100 Meter unter 10 Sekunden.

Im Fall der Selbstverteidigung trifft dies nicht zu. Hier wird versucht, sich vor Gewalt von einem oder mehreren zu schützen. Wenn man in solche eine Situation kommt, in der andere Gewalt auf einen ausüben, gilt nur eine Regel: sich zu schützen, mit allen Mitteln, die man beherrscht. Insbesondere Techniken wie Schlagen und Treten, aber auch Würfe und Feger sind hier von großer Wichtigkeit. Und im Gegensatz zum Wettkampf ist hier der ganze Körper der/des Gegner(s) Angriffsziel, insbesondere Kopf, Genitalbereich und Knie, und nicht nur bestimmte Bereiche.

He will win who knows when to fight and when not to fight.
- Sunzi 'Die Kunst des Krieges'
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Löwentanz

Der Löwentanz ist ein traditioneller Tanz in der chinesischen Musik, der von meistens zwei Personen unter einem Löwenkleid mit Musik aufgeführt wird. Heute wird der Löwentanz traditionell jedes Jahr zum Neujahrsfest der Chinesen aufgeführt. Zudem dient er bei Einweihungen von wichtigen Gebäuden oder bedeutenden Ereignissen als Glück bringendes Ritual, welches die bösen Geister verscheucht.

Der chinesische Löwe, eigentlich ein Fabelwesen, wird die Fähigkeit zugesprochen, das Böse zu vertreiben zu können und das Gute in Form von Gesundheit und Wohlstand bringen zu können.

Kung Fu Schulen sind seit jeher als Bewahrer von Traditionen und kulturellem Erbe und der Löwentanz hat sich in deren Umfeld über die Jahrhunderte nahezu unverändert erhalten.

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Kindertraining

Jährlich beginnen in Asien über 700.000 Mädchen und Jungen im Alter von 4 Jahren das Training der asiatischen Kampfkünste. Vor Beginn der Einschulung ist es wichtig Disziplin zu lernen.

Disziplin und Konzentrationsfähigkeit sind die Basis für die Weiterentwicklung eines Kindes. Durch das Training der asiatischen Kampfkünste wird Ihr Kind erfahren wie Fleiß, Geduld und Kontinuität schnell zu Zielen führt, die es sich selbst gesetzt hat.

Geistige und körperliche Lerninhalte in den asiatischen Kampfkünsten sind denen von Ballsportarten deutlich überlegen.

Im speziellen Kindertraining lernen Kinder zwischen 4 und 12 Jahren durch Partner- und Gruppenübungen sich in einer Gemeinschaft sowohl zu integrieren, als auch zu behaupten. Ihr Kind wird lernen Gefühle wie Schmerz, Wut, Enttäuschung, Freude und Angst zu kontrollieren.

Das Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teil.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Die Körpersprache Ihres Kindes wird sich verändern, es wird souveräner auftreten und Selbstbewusstsein erlangen. Die Kombination aus Selbstbewusstsein und der körperlichen Fähigkeit sich zu verteidigen, bringen die Sicherheit im alltäglichen Leben.

Fortgeschrittene Kinder trainieren zusammen mit beginnenden Kindern. So haben Anfänger in Kindern mit höherem Gurt ein Vorbild, um zu sehen, wie gut sie durch regelmäßiges Training werden können. Umgekehrt ist es für das fortgeschrittene Kind eine Selbstbestätigung dem beginnenden Trainingspartner Techniken beibringen zu können.

Einen wichtiger Faktor hierbei spielen die Eltern, die konsequent und gemeinsam mit Ihrem Kind das angestrebte Ziel verfolgen müssen.

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Tae Kwon Do

Trotz der Tatsache, dass diese Form der Selbstverteidigung erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschaffen wurde, liegt ihr doch eine 1300 Jahre alte Entwicklungsgeschichte zugrunde, so dass auch Tae Kwon Do als Kampfkunst bezeichnet werden kann, sofern man sich auch mit seiner Tradition beschäftigt.

Unter Beachtung der Grundsätze des Tae Kwon Do Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwinglichkeit sollen sowohl die geistige als auch die körperliche Kondition gesteigert werden, und letztlich auch das Selbstbewusstsein.

Die Fähigkeit zur Verteidigung in einer Notwehrsituation stellt nur einen Aspekt des Tae Kwon Do dar, wenn auch einen bedeutenden. Letztlich sollen mit Hilfe dieser Kampfkunst Eigenschaften wie Ordnungsliebe und Disziplin gestärkt werden, aber auch Großzügigkeit, Mut und Demut.

Der Endzweck des Tae Kwon Do richtet sich darauf, dem Kampf ein Ende zu setzen. Dies soll dadurch geschehen, dass die Unterdrückung des Schwächeren durch den Stärkeren eingeschränkt wird mit Hilfe einer Kraft, die auf Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Glauben basiert.

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Aikido

  • Ai steht für Harmonie und Freundschaft
  • Ki steht für Energie, Geist und Wille
  • Do steht für den Weg (Körper und Geist zu einen)

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba gegründet wurde. Die Wurzeln dieser Kampfkunst liegen im klassischen Schwert- und Stockkampf und in den unbewaffneten Verteidigungsschulen des japanischen Mittelalters.

Aikido ist überwiegend defensiv und es gibt keine Wettkämpfe. Nicht das Siegen steht im Mittelpunkt, sonders das gemeinsame Lernen und die Fähigkeit, sich selber zu beherrschen.

Wer andere kennt, ist klug;
wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat kraft;
wer sich selbst besiegt, ist stark.
- Laozi

Aikido versucht nicht einzelne Körperteile zu trainieren, sondern den Körper in seiner Gesamtheit zu schulen und das Einfühlungsvermögen, die Konzentration und die Reaktionsschnelligkeit zu verbessern. Grundsätzlich wird einem Angriff kein direkter Widerstand entgegengesetzt. Vielmehr wird versucht, den Griff, Stoß oder Schlag in eine runde Bewegung umzulenken, die den Angreifer ins Leere laufen läßt. Wirkungsvolle Wurf- und Hebeltechniken setzen den Angreifer dann außer Gefecht, ohne ihn zu verletzen.

mehr Infos unter: www.aikido-zentrum-ulm.de

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Lei Tai

Im alten China gab es Regeln, wie eine ehrenvolle Herausforderung auszusehen hat:

Der Herausforderer musste ein Schriftstück verfassen, in dem er seinen Kontrahenten zum Kampf forderte, um damit sein Können zu prüfen. Der Kampf wurde dann auf einer Tribüne, die es in jeder größeren Stadt gab, abgehalten. Diese Bühne war so gebaut, dass sie keine Randbefestigungen hatte, auch war sie mindestens 2,5 Meter hoch und umfaßte eine Fläche von ca. 100 Quadratmetern. Diese Kampffläche wurde Lei Tai (chin. 擂臺/擂台, Kampftribüne) genannt. Ein Kämpfer, der von der Plattform gefallen ist oder heruntergeworfen wurde, verlor sein Gesicht, d.h. niemand wollte weiterhin mit ihm trainieren bzw. von ihm lernen. Die Kämpfe wurden auch ohne Schutzausrüstungen ausgetragen und sie kämpften meistens bis zur Aufgabe oder zum Tod des Gegners.

Dieser Ausschnitt aus Jet Lis Fearless bei YouTube.com gibt einen guten Eindruck davon, wie das damals ausgesehen hat.

Heutzutage sieht das ganze ein wenig anders aus, d.h. die Kämpfer tragen Faust- und Kopfschützer und müssen nach bestimmten Regeln kämpfen. Es wird aber nicht nach jeden Treffer abgebrochen, sondern man hat 5 Sekunden Zeit, um weitere Punkte zu erzielen. Wenn ein Gegner die Kampffläche verläßt, bekommt der Gegner 3 Punkte, aber der Kampf geht weiter. Diese Lei Tai Kämpfe können also nur nach Punkten oder K.O. gewonnen werden. Auch sind heutzutage zwei Schiedsrichter auf dieser Kampftribüne anwesend, um die Gegner rechtzeitig zu trennen und größere Verletzungen zu vermeiden, bzw. die Regeln einzuhalten.

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Probetraining

Wenn dich unser Angebot anspricht, ist es das Beste, du kommst zu einem Probetraining vorbei. Dazu benötigst du nicht viel mehr als ein T-Shirt, eine Trainingshose und ein Paar saubere Turnschuhe. Die Unterrichtszeiten stehen im Trainingsplan. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
- Konfuzius

Du kannst dir einen Monat Zeit nehmen, um alle Gruppen, die dich interessieren, anzusehen und so oft im Training erscheinen, wie du möchtest. Falls du dann immer noch nicht genug hast, solltest du Mitglied werden.

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Trainingsplan

Hier kann der Trainingsplan als PDF heruntergeladen werden.

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